Berliner Stadtreinigung
Die erste Future Work Week: Eine Event-Woche zum Thema Digitalisierung und Kulturwandel bei der BSR

Digitalisierung und der damit verbundene Wandel sind beherrschende Themen für unser Unternehmen. Das wollten wir erlebbar machen – auf eine frische, unkomplizierte, niedrigschwellige Weise und in einem einzigartigen Format, das die BSR so noch nie gewagt hat: der Future Work Week, einer hybriden Event-Woche mit 23 einzelnen Sessions. Die Herausforderungen, die sich aus dem Zusammenspiel von Mensch und Maschine ergeben, sollten ehrlich diskutiert werden, denn Toolset, Mindset, Skillsest begreifen wir als Dreiklang. Unsere Erwartungen bzgl. Teilnehmendenzahlen und Feedback wurden weit übertroffen. Es wird 2023 eine neue Future Work Week geben.

Die Berliner Stadtreinigung (BSR) ist mit mehr als 6.000 Beschäftigten das größte kommunale Abfallwirtschaftsunternehmen Deutschlands. Zu ihren Kernaufgaben gehören Straßenreinigung, Winterdienst, Müllabfuhr und Abfallbehandlung. Die BSR ist aktive Gestalterin der Lebensqualität in Berlin – basierend auf ihren Kerngeschäftsfeldern ganzheitliche Stadtsauberkeit sowie nachhaltige Kreislauf- u. Ressourcenwirtschaft. Als zuverlässige Partnerin des Landes Berlin handelt sie nach dem Grundsatz: #Gemeinsam machen wir Berlin besser, grüner und sauberer.

Mit dem Land Berlin hat die BSR – Anstalt öffentlichen Rechts – einen Unternehmensvertrag. Dieser muss 2030 erneuert werden und dafür muss sich die BSR wieder neu beweisen. Vertraglich werden der BSR die hoheitlichen Aufgaben Straßenreinigung und Abfallentsorgung etc. übertragen. Die BSR ist eine klassische Aufbauorganisation und als solche eher hierarchisch geprägt.

Das bereichsübergreifende Team #DITläuft sticht hier heraus. Ein bereichsübergreifendes Team deshalb, weil wir überzeugt sind, dass wir für komplexe Herausforderungen gemeinsam die besten Lösungen finden. Es setzt sich zusammen aus Vertreter:innen von Müllabfuhr, Reinigung, Recht- u. Gremienservice, Gesundheits- u. Kundenmanagement, Kommunikation, HR, Personalrat und IT. Das Team wurde 2019 gegründet, widmet sich dem Thema Digitaler Arbeitsplatz (DA) und arbeitet agil.

Wir wollen Digitalisierung zum Anfassen bieten und erlebbar machen. Wir möchten Neugier wecken, was moderne Technologien leisten können. Es soll klar werden: Durch den sinnhaften Einsatz digitaler Werkzeuge kann sich der individuelle Arbeitsplatz jedes/jeder Einzelnen verbessern. Prozesse können und müssen effizienter werden. Etwaige Ängste wollen wir abbauen, in Begeisterung umwandeln. Wir möchten verdeutlichen: Die BSR ist ein modernes Unternehmen, das Herausforderungen gemeinsam anpackt. Das entspricht auch der neuen Positionierung: Aktive Gestalterin von Lebensqualität und Partnerin des Landes Berlin sein – ökologisch, menschlich, wirtschaftlich. Im Zielbild ist verankert „die Chancen der Digitalisierung zu nutzen“.

Darauf zahlt der DA ein. Da die BSR einen großen Anteil an gewerblich Beschäftigten hat (ohne Computerarbeitsplatz), dürfen wir uns aber – allein schon aus unternehmenspolitischen Gründen – nicht nur auf den DA konzentrieren. Vielmehr müssen wir versuchen, die gewerblich Beschäftigten einzubeziehen. Auch in diesem Bereich findet schließlich Digitalisierung statt.

Dass der Wandel ein (auch) schwieriger Weg ist, möchten wir nicht verschweigen, sondern offen anund aussprechen – mit allen dazu gehörenden Herausforderung. Wir möchten uns austauschen, um voneinander zu lernen. Letztendlich wollen wir ins Unternehmen hinein ein Zeichen setzen: Der Wandel ist hier und wir können ihn gemeinsam gestalten.

Schon im Namen sollte sich Veränderung widerspiegeln. Deshalb haben wir uns bewusst für „Future Work Week“ (FWW) entschieden, denn englische Sprache ist ein No-Go in der BSR. Sich eine Woche der Thematik Digitalisierung und Wandel zu widmen, war ein Novum und sprach für sich: Die Themen sind von hoher Relevanz für die BSR. Zudem leitete das Unternehmen 2021 den Strategie- und Entwicklungsprozess „JUT in die Zukunft!“. Darauf zahlte die FWW ein.

Mit der vorausgehenden Kommunikation, die wir – natürlich digital – in der Beschäftigten-App myBSR starteten, bauten wir Spannung auf, um Neugier zu schüren. In den Posts mit selbst produzierten Clips, die ein Augenzwinkern haben, wählten wir bewusst die #DITläufer:innen als Protagonisten. Die Botschaft: Die EventWoche ist nicht von „oben“ verordnet, sondern von Beschäftigten für Beschäftigte. Das schafft Nähe und Vertrauen. Dieses Vertrauen, interessante Inhalte der Sessions, Organisator:innen, auf Augenhöhe mit den Beschäftigen, ein lockerer Rahmen – das waren unsere Hebel, die Beschäftigten niedrigschwellig zur (freiwilligen) Teilnahme zu bewegen und sich mit der Thematik auseinanderzusetzen.

Die Beschäftigten konnten online oder in Präsenz teilnehmen. Wer z.B. durch Schichteinsätze verhindert war, konnte die Aufzeichnungen in der BeschäftigtenApp ansehen. Das verdeutlichte: Diese Thematik betrifft die gesamte BSR.

Die Anmeldungen und Teilnahmen zu den 23 Sessions (digital und in Präsenz) konnten wir genau erfassen: Digital haben insgesamt 1.081 Personen teilgenommen, in Präsenz 110.

Wir haben die einzelnen Sessions aufgezeichnet, so dass alle Beschäftigten, die verhindert waren, sich die für sie interessanten Beiträge auch noch im Nachhinein ansehen konnten. Damit wollten wir vor allem die gewerblich Beschäftigten abholen, die u.U. durch Schichtpläne gebunden sind. Die Aufzeichnungen der 23 Sessions haben wir in unserer Beschäftigten-App myBSR in einem eigenen FWW-Kanal eingestellt. Diese Aufzeichnungen hatten bislang 14.753 Views.

Beschäftigte und Management haben die erste FWW als Erfolg gesehen. Wir haben Maßnahmen aus der FWW abgeleitet, um den positiven Spirit aufrecht zu erhalten. Und es stand schnell fest: Auch 2023 wird es wieder eine Future Work Week geben.

Bedingt durch den Unternehmensvertrag gibt es keinen Wettbewerb am Markt. Das wirkt sich auf die Unternehmenskultur aus und trägt sicher dazu bei, dass die Veränderungsbereitschaft höher sein könnte. Dieses Mindset erschwert das Einführen digitaler Tools. Auch die Hinwendung zu neuen Formen der Zusammenarbeit und der Führung, New Work etc. gestaltet sich schwierig.

Ende 2021 hat #DITläuft M365 ausgerollt. Technologie nur „hinstellen“ funktioniert aber nicht. Die Nutzenden müssen lernen damit umzugehen. Mehr noch: Sie müssen es wollen. Mit verschiedenen Formaten haben die DITläufer:innen versucht, M365 den Usern näher zu bringen, z.B. durch Videos, Floorwalker, Sprechstunden, auf Abteilungen zugeschnittene Schulungen. Feedbacks offenbarten jedoch: Die Formate sind „o.k.“, reichen aber nicht, um das Potenzial auszuschöpfen.Unsere kommunikative Herausforderung bestand also aus zwei Teilen:

  1. Akzeptanz und Nutzung digitaler Technologien, insbesondere des Digitalen Arbeitsplatzes, steigern.
  2. Den damit verbundenen Wandel im Unternehmen sichtbar machen.

Zudem lässt sich der Dreiklang Toolset, Mindset, Skillset nicht getrennt spielen. M365 bzw. digitale Tools sind Treiber für Kulturwandel. Den gilt es mitzudenken. Es ist nicht neu, dass auch weiche Faktoren wie Unternehmenskultur zu harten Kriterien für den Erfolg von Projekten werden.

Eine so bisher nie dagewesene Event-Woche erscheint uns daher ein angemessenes Format.

Digitalisierung und Kulturwandel machen vor niemandem in der BSR Halt. Daher richten wir uns mit der Event-Woche an alle Beschäftigten. Uns ist klar, dass wir mit dem Schwerpunkt „Digitaler Arbeitsplatz“ überwiegend Kolleg:innen mit Computerarbeitsplatz erreichen. Themen rundum M365, moderne Projektmanagement-Software oder agiles Arbeiten etc. haben für Angestellte höhere Relevanz als für den gewerblichen Teil.

Dennoch versuchen wir für unsere Kolleg:innen in Orange Angebote zu schaffen, die speziell auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind, z.B. „Digitale Kommunikation für gewerblich Beschäftigte“. Allgemeine Themen wie z.B. „Umgang mit digitalem Stress“, „Fehlerkultur“ oder „Datenschutz im privaten und beruflichen Umfeld“ sind für alle von gleichem Interesse.

Auch wenn es für die Kategorie dieser Bewerbung nebensächlich ist, so möchten wir dennoch Folgendes erwähnen: Das einmalige Setting der Event-Woche (professionelle Bühne, Catering viele Kolleg:innen vor Ort etc.) haben wir – im Sinne der Ressourcenschonung – gleichzeitig für eine Recruiting-Maßnahme genutzt: den „Tag der offenen Tür bei der IT“. Daher möchten wir hier auch die Zielgruppe „potenzielle IT-Fachkräfte und ITAzubis“ nennen. Zudem haben wir das Stattfinden der Event-Woche auch extern über Linkedin kommuniziert – im Sinne des Employer Brandings. Wir haben unsere Beschäftigten und Gäste zudem ermutigt, über die Event-Woche zu sprechen und dafür den Hashtag #BSRfuture etabliert.

Über Nacht verwandelte sich für die FWW ein BSR Großraumbüro in ein Event-Location mit Bühne und Kameras. Eine Themenwoche, noch dazu in so professionellem Setting und hybrid, das gab es bei der BSR noch nie. Vertreter:innen aus dem Team #DITläuft führten als Moderator:innen durch den Tag und koordinierten den Live-Chat.

Höhepunkt der Woche war eine Podiumsdiskussion. Hier widmeten sich 5 Gäste und unsere Vorstandsvorsitzen der Frage: „Tools + Technik = Transformation?“ Diese Art des offenen und öffentlichen Austauschs (digitale Teilnahme war auch für externe Gäste möglich) zu mitunter schwierigen Themen hatte die BSR bisher nicht gewagt.

Mit der Kommunikation zur FWW haben wir ca. 10 Wochen vorher im Unternehmenskanal der myBSR-App begonnen. Dafür hatten wir Video-Clips produziert und mit jedem Post das „FWW-Geheimnis“ mehr gelüftet. Unsere Vorstandsvorsitzende hat sich in einem eigenen Post der FWW gewidmet. 2 Wochen vor Start haben wir einen eigenen FWW-Kanal in myBSR eröffnet und hier einzelne Sessions beworben, praktische Hinweise gegeben etc. und während der FWW nochmal das Programm des Tages kommuniziert sowie die Aufzeichnungen eingestellt.

Das für die FWW entwickelte Key Visual haben wir auf allen Kanälen eingesetzt. Neben myBSR waren dies: die Beschäftigten-Zeitschrift, Plakate, Mailings, TeamsHintergründe, E-Mail-Signatur, Floorsticker, Regeltermine wie z.B. das Meeting für den Führungskreis.

Unternehmen

Berliner Stadtreinigung (BSR)
Ringbahnstraße 96
12103 Berlin
www.bsr.de

Gründungsjahr: 1951
Mitarbeiter:innen: ca. 6.000
Branchenumfeld: Entsorgung und Reinigung
Standort: Berlin

Projektverantwortliche

Drägerwerk
Martin olzendorf (Product Owner #DITläuft, Gruppenleitung Digitaler Arbeitsplatz)
Felicitas Ernst (Strategie, Organisation, Kommunikation/Marketing)

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